Mit eduQua wurde im Jahr 2000 das erste Schweizer Label eingeführt, das auf Institutionen der Erwachsenenbildung zugeschnitten ist. Mit eduQua wird die ganze Institution, nicht ein einzelnes Angebot oder eine Lehrperson, zertifiziert.

Hinter eduQua stehen aktuell die folgenden Institutionen:

Deshalb ist es bei den folgenden Bildungsanbietern besonders verbreitet:

  • staatlich subventionierte Weiterbildungsinstitutionen (öffentlich-rechtliche und private Anbieter)
  • Anbieter von arbeitsmarktlichen Massnahmen
  • SVEB-Mitgliedern und kleine private Anbieter
  • weiteren Institutionen, die Weiterbildung anbieten und ihre Qualität ausweisen und verbessern wollen.

eduQua umfasst 6 Kriterien

  1. Bildungsangebote
  2. Information
  3. Ausbildung
  4. Ausbildende
  5. Qualitätsmanagementsystem
  6. Führung

Entstehung

An der ursprünglichen Ausarbeitung des Labels haben u.a. das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco), das damalige Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT, heute Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI) und der schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB) mitgeholfen. Bereits 2006 trat die erste Überarbeitung (eduQua:2004) in Kraft; 2013 folgte die nächste, heute noch gültige Version (eduQua:2012).

Zertifizierung

Vorbereitung

Wenn eine Schule sich entschliesst, eine eduQua-Zertifizierung anzustreben, findet sie auf der Webseite von eduQua alle dafür notwendigen Angaben und Formulare. Erst wenn das Handbuch studiert worden ist und die Anforderungen klar sind, sollte sich die Schule bei einer anerkannten Zertifizierungsstelle anmelden. Mit der Anmeldung (Formular D1) wird ein einzelnes Angebot als detailliert zu dokumentierende Stichprobe ausgewählt.

Die Schule stellt danach die Dokumentation zusammen und reicht sie ein paar Wochen vor dem vereinbarten Zertifizierungstermin ein. Die Zusammenstellung dieser Dokumentation braucht erfahrungsgemäss einige Wochen, da häufig noch Unterlagen von Lehrpersonen eingeholt werden müssen.

Die eingereichten Unterlagen werden vor dem Audit vor Ort auf Vollständigkeit geprüft. Sowohl die gesamte Institution wie auch das ausgewählte Angebot müssen dokumentiert sein und das Formular D2 (Selbstevaluation) mit aktuellen Ergebnissen ausgefüllt sein.

Zertifizierung

Die Institution wird mit einem Audit vor Ort zertifiziert. Dabei wird überprüft, ob alle 22 eduQua-Standards erfüllt sind.

Die Institution erhält einen Auditbericht und - falls die Zertifizierungsbedingungen erfüllt sind - ein Zertifikat über drei Jahre.

Aufrechterhaltungsaudit

Im zweiten und im dritten Jahr wird, je nach Grösse der Institution (Anzahl Teilnehmerlektionen pro Jahr), wiederum ein Audit vor Ort durchgeführt, oder es erfolgt eine telefonische Kontaktaufnahme. Für beides muss eine Selbstevaluation ausgefüllt werden.

Für das Audit vor Ort ist ein neues Angebot auszuwählen und die entsprechenden Nachweisdokumente müssen vor dem Audit eingereicht werden.

Beim telefonischen Audit wird kein Angebot überprüft, es werden die Veränderungen und Qualitätsbestrebungen der Institution besprochen.

Vor- und Nachteile

  • eduQua ist in der Schweiz weit verbreitet und bekannt
  • eduQua hat einen fixen Preis - je nach Grösse der Institution (3 Kategorien)
  • die klare Gliederung erleichtert das Zusammenstellen eines Dossiers
  • eduQua ist ohne Berater/in machbar
  • eduQua ist ausschliesslich für die Erwachsenenbildung konzipiert
  • teilweise enge, spezifische Vorgaben
  • nicht konsequent prozessorientiert

Verwandte Beiträge und weiterführende Links

Webseite der Geschäftsstelle: eduqua.ch

Detailliertere Beschreibung edQua:2012 bei sqs.ch

Produkteflyer für eduQua:2012 der SQS

Akkreditierte Zertifizierungsstellen der Schweiz beim
Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
(geben Sie bei "suchen nach" eduqua ein)