Sozialformen

Wer Unterricht plant, plant abwechslungsreiche Sozialformen. Es macht üblicherweise Sinn, im Plenum anzufangen und im Plenum aufzuhören. Dazwischen aber ist Abwechslung gefragt.

Lernziele oder Kompetenzen

Wer Unterricht plant, weiss vor Beginn des Unterrichts, welche Lernziele verfolgt werden sollen. Lernziele werden üblicherweise in den drei Bereichen kognitiv, affektiv und psychomotorisch formuliert. 

Daneben wird eine Lehrperson aber auch noch eigene Lehrziele verfolgen, die an die Lernenden nicht zwingend kommuniziert werden. Beispiele dafür sind: "Das Klima in der Klasse verbessern" oder "das Image der Schule verbessern" u.a.m.

In der Grundbildung und der höheren Berufsbildung werden häufig Handlungsziele oder zu erwerbende Kompetenzen angestrebt. In Lehrplänen nach Ko-Re Modell (Kompetenzen-Ressourcen-Modell) werden die berufsspezifischen Kompetenzen beschrieben,  Handlungssituationen aufgelistet und die Ressourcen, die zur erfolgreichen Bewältigung der Berufsaufgaben nötig sind, definiert.

Überfachliche Kompetenzen

Es hat sich ergeben, dass die sogenannten überfachlichen Kompetenzen oder auch Schlüsselkompetenzen seit vielen Jahren unterteilt werden in Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenzen.

Die Verwendung des Begriffs Kompetenz einerseits für die überfachlichen Kompetenzen und andererseits für die berufsspezifischen Fach-Fähigkeiten wird häufig übersehen. So wird in der aktuellen Diskussion zum Lehrplan 21 immer wieder behauptet, dass das Wissen bei der Kompetenzorientierung zu kurz komme. Im Lehrplan 21 wird aber, genau so wie in den Lehrplänen der Berufsbildung, unter Kompetenz sowohl die Fachlichen Kompetenzen wie auch die Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenzen verstanden.

Der Kompetenzbegriff

Eine Kompetenz (Fähigkeit) ermöglicht die Anwendung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Haltungen in einem gewohnten oder neuen Arbeitsumfeld. Sie wird einer Person aufgrund von Beobachtungen und Leistungsausweisen (Kompetenznachweisen) zugeschrieben. Sie setzt sich zusammen aus Wissen (savoir), Fachkompetenz (savoir-faire) und Verhalten (savoir-être). Sie wird definiert durch Zielorientiertheit, Selbstständigkeit, Ergreifen von Initiative, Verantwortung, durch das Beziehungs- oder Kooperationsumfeld, die verwendeten Mittel und das Anforderungsprofil.

Kompetenz umfasst

1) kognitive Kompetenz, die den Gebrauch von Theorien/Konzepten einschließt, aber auch implizites Wissen (tacit knowledge), das durch Erfahrung gewonnen wird;

2) funktionale Kompetenz (Fertigkeiten, Know-how), die zur Ausübung einer konkreten Tätigkeit erforderlich ist;

3) personale Kompetenz, die das Verhalten/den Umgang in/mit einer gegebenen Situation betrifft;

4) ethische Kompetenz, die bestimmte persönliche/soziale Werte umfasst.

Nach: Glossar in Ruth Meyer, Soft Skills fördern – Strukturiert Persönlichkeit entwickeln, 2011

 

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